Unternehmensgründer Josef Eder sen. verstorben

Am 22. Januar 2020 ist unser langjähriger Chef und Gründer der Auto Eder Gruppe im Alter von 81 Jahren verstorben.

Josef Eder wurde am 11. August 1938 in München, nach einer abenteuerlichen Fahrt der Mutter auf einem Lastwagen des Nachbarn, geboren.
Kindheit und Volksschulzeit verbrachte der junge Josef mit seinem Bruder Martin in Tuntenhausen.
Um später in den elterlichen Betrieb einzusteigen, erlernte er zuerst den Beruf des Huf- und Wagenschmiedes und legte danach erfolgreich die Gesellen- und Meisterprüfung zum Landmaschinenmechaniker bei der Firma Bader in Feldkirchen ab.

Bereits im Jahr 1956 übernahm der 18-Jährige Josef die Leitung des elterlichen Schmiede- und Landmaschinenreparaturbetriebes mit zwei Angestellten, nach dem frühen Tod des Vaters. Bereits zu diesem Zeitpunkt erweiterte er das Tätigkeitsumfeld des Betriebes Zug um Zug, besonders im Handelsgeschäft, und belieferte verschiedene umliegende Betriebe mit Öl, das er mit dem Mofa ausfuhr. Dies war der Beginn der heutigen Eder Landtechnik, die sich mit den unterschiedlichsten Bereichen, u.a. Eder Stapler, Eder Fahrzeugbau, zur heutigen Profitechnik, mit einer einzigartigen Produktvielfalt, entwickelt hat.
Im Jahr 1962 überschrieb ihm seine Mutter Therese Eder, geborene Wallner, endgültig das Unternehmen. Am 29.01.1962 heiratete Josef Eder seine Frau Hildegard, geb. Kuchlmayr. Aus dieser Ehe gingen die drei Kinder, Hildegard, Josef und Peter hervor.

Im Jahr 1967 stieg Josef Eder in den Automobilhandel ein und legte damit den Grundstein für das zweite Standbein der Unternehmensgruppe, die Auto Eder Gruppe, mit heute 13 Fahrzeugmarken. Das erste Autohaus entstand auf dem bestehenden Betriebsgelände in Tuntenhausen, wo Fahrzeuge der Marke SIMCA vertrieben und instandgesetzt wurden. 1976 wurde die Marke Ford mit aufgenommen und ein weiteres Autohaus in Rosenheim gegründet. Heute zählt die Auto Eder Gruppe zu den größten Autohandelsgruppen im Südbayerischen Raum.
Mit der Übergabe der Geschäftsanteile zum Jahresende 2002 an seine beiden Söhne Josef und Peter Eder, leitete er frühzeitig seine Nachfolgeregelung ein, für ein Unternehmen das mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung 1487, das zweitälteste Familienunternehmen Deutschlands ist.

Josef Eder war ein Familienunternehmer „durch und durch“. Dies lässt sich auch am beeindruckenden Wachstum der Unternehmensgruppe ableiten. Während er bei den ersten Weihnachtsfeiern mit 5 Mitarbeitern zusammensaß, betrug die Mitarbeiterzahl im Jahr 1990 bereits 350. Inzwischen beschäftigt die Unternehmensgruppe über 2.100 Mitarbeiter.

Für sein unvergleichliches Engagement wurde Josef Eder im Jahr 2002 das Bundesverdienstkreuz, vom damaligen Wirtschaftsminister Dr. Wiesheu, verliehen.  Sein beeindruckender unternehmerischer Mut, seine Visionen, mit denen er bis ins hohe Alter oft späteren Entwicklungen voraus war, und seine hohe Empathie gegenüber Mitarbeitern und Geschäftspartnern zählten zu seinen überragenden Eigenschaften. Ein Vorbild, für viele Wegbegleiter, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
 
Darüber hinaus übernahm er immer wieder gesellschaftliche Verantwortung durch sein weitreichendes Engagement in den örtlichen Vereinen. Von 1972 bis 1984 war er Mitglied des Gemeinderats, anfangs in der alten kleinen Gemeinde Tuntenhausen, ab 1978 durch die Gebietsreform, in der heutigen Flächengemeinde Tuntenhausen.

Die Beisetzung findet auf Wunsch des Verstorbenen im engsten Familienkreis statt.
Das Requiem findet am Samstag, den 01.02.2020, um 11 Uhr in der Wallfahrtsbasilika in Tuntenhausen statt.
Anstatt von Blumen und Kränzen kann eine Spende an die Nachbarschaftshilfe Tuntenhausen e.V., IBAN DE32711600000000400670, unter dem Stichwort: Beerdigung Josef Eder, gegeben werden.

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